Eine Woche als Kurator für @realsci_de

Anfang Oktober durfte ich eine Woche lang für @realsci_de twittern, dem deutschsprachigen Ableger von @realscientists. Es handelt sich um Twitter-Accounts, bei denen jede Woche ein anderer Wissenschaftler oder Wissenschaftskommunikator über seine Arbeit twittert (daher auch die wechselnden Profilbildchen unten – das bin ich nicht:).

Bei mir ging es um Evolution im Allgemeinen, um Altern,  

Kommunikation,

Koevolution,

Mutualismus und Parasitismus sind nicht starr, sondern können im Laufe der Evolution ineinander über gehen: Das Symbiotische Kontinuum pic.twitter.com/5TRH4o3RhW — Real Scientists DE (@realsci_DE) October 5, 2017

und ganz viel um Ameisen. Für manche zu viel.

Ich entfolge jetzt dem Ameisen-Mann. Was zu viel ist, ist zu viel.

— Alostrael Venenbaum (@Sinneswandlerin) October 3, 2017

Außerdem haben wir uns über Wissenschaftskommunikation und Wissenschaft und Familie unterhalten, was erstaunlich aufbauend war.


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HiWis gesucht

Künstliche Selektion bei MilbenPoeocilochirus necrophori REM image

Die Entwicklungsdauer von parasitischen Milben ist eine Schlüsselanpassung an ihre Wirte. In einem Selektionsexperiment soll analysiert werden, in wie weit die Entwicklungsdauer flexibel ist und welche anderen Merkmale der Milben mit ihr korreliert sind. Ich suche HiWis, die das Experiment weitgehend selbstständig durchführen. Ihr  müsstet es in den Hochphasen täglich kontrollieren, die Kontrollen können aber unter mehreren Hiwis aufgeteilt werden.

Mehr Informationen über die Milben und unsere Arbeitsgruppe unter http://evolution.vnehring.de

Aufgaben:

  • Milbenzucht & Selektion

  • Verhaltensexperimente mit Milben

 Die Stelle:

  • ab sofort zu besetzen, Dauer maximal 6 Monate

  • ca. 20-80 Stunden/Monat

  • kann bei Interesse zu einer Abschlussarbeit umgewandelt/erweitert werden

  • Bezahlung wie üblich nach Abschluss (keiner/BSc/MSc)

Anforderungsprofil:

  • Interesse an wissenschaftlicher Forschung

  • Fähigkeit zu sorgfältigem und selbstständigem Arbeiten

  • keine Angst vor Krabbeltieren; Aasdufttoleranz (!)

  • Bereitschaft, Experimente auch am Wochenende zu kontrollieren (sonst freie Zeiteinteilung)

Bei Interesse bitte Email an volker.nehring@biologie.uni-freiburg.de, mit sehr kurzem CV und kleiner Erläuterung, warum Du interessiert und geeignet bist.


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Kriegerische Prinzessinnen in der Presse III

Acromyrmex working queen article in Die Acromyrmex-Königinnen haben es inzwischen nach Österreich geschafft. Außerdem sind in weiteren Zeitungen Artikel gedruckt worden:


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Kriegerische Prinzessinnen in der Presse II

Artikel über kriegerische Ameisenköniginnen im Darmstädter EchoUnser Artikel über flügellose Prinzessinnen bei Acromyrmex findet noch immer das Interesse der Medien. Erstens hat Mischa Dijkstra in seinem Blog einen schönen kleinen Hinweis auf den Artikel geschrieben. Dann hat das Darmstädter Echo auf seinen Wissenschaftsseiten ein Bild mit Artikel veröffentlicht. Und nicht zuletzt gibt es einige weitere Artikel in verschiedenen Sprachen, möglicherweise ausgelöst dadurch, dass der CORDIS-Dienst der Europäischen Kommission auf unseren Artikel auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Deutsch hingewiesen hat.


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Kriegerische Prinzessinnen in der Presse

Unser Artikel über flügellose jungfräuliche Ameisenköniginnen, die ihre Kolonie verteidigen, hat in der Presse etwas Aufmerksamkeit bekommen und es sogar auf die Titelseite der Welt geschafft. Hier gibt es vorerst eine unkommentierte Liste von Artikeln in allen Sprachen in der Zeitung und auf Internetseiten.Wingless virgin Acromyrmex queens on the WELT front page

Zeitungen, Deutsch

Online, Deutsch

Online, Englisch:

Sonstige Sprachen:


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Ein paar Fakten zu den kriegerischen Blattschneider-Prinzessinnen

Nachdem die Blattschneiderprinzessinnen es bis in einige Zeitungen “geschafft” haben, denke ich, dass es gut wäre, ein paar Details etwas weiter auszuführen:

  • Auch wenn es insbesondere in der deutschen Presse so aussieht, als seien die Untersuchungen an der Uni Freiburg durchgeführt worden: die Experimente stammen aus meiner Doktorarbeit, durchgeführt am Centre for Social Evolution an der Uni Kopenhagen in Dänemark. Maßgebliche finanzielle Unterstützung für das Projekt kam vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Dänischen Grundlagenforschungsprogramm (DG), und der Europäischen Kommission.
  • Die jungen Königinnen, die zu Arbeiterinnen „umschulen“, hätten eigentlich das Nest zum Hochzeitsflug verlassen sollen. Sie wären danach allerdings nicht zurückgekehrt, um dem Fortbestand ihres eigenen Volkes zu dienen, sondern hätten versucht, eine eigene Kolonie zu gründen – was in den meisten Fällen übrigens scheitert.
  • Es stimmt tatsächlich, dass bei Ameisen meistens ein Hochzeitsflug ausreicht, um an genug Spermien für ein ganzes Leben als Königin zu kommen. Allerdings paaren sich die Königinnen auf dem Flug mit mehreren Männchen, bei Blattschneidern mit ca. zwei bis fünfzehn. Bei den „großen Schwestern“ von Acromyrmex aus der Gattung Atta dauert so ein Leben dann bis zu zwanzig Jahren, in denen die Kolonien viele Millionen Arbeiter enthalten können. Die Königinnen sind sehr effizient, was den Spermienverbrauch angeht, und setzen je zu befruchtendem Ei nur einzelne Spermien ein.
  • Art-/Gruppenselektion: Häufig bekommt man zu lesen, ein Tier täte dies und das „zum Erhalt seiner Art“. Das ist unwahrscheinlich. Wie vermutlich die meisten Evolutionsbiologen denke ich, dass die wichtigsten „Einheiten“ der Selektion viel kleiner sind, nämlich Individuen oder gar einzelne Gene. Bedeutet: Auch den Ameisen ist ihre Art egal, sie interessieren sich nur für sich selbst. Für eine detailliertere Besprechung verweise ich auf Wikipedia: Gruppenselektion.

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